Die Kunst der Synchronisation

Der Abgleich von Daten auf Computern ist nach wie vor eine große Herausforderung. Die OmniGroup hat einen Artikel veröffentlicht, in dem sie ausführlich beschreiben, warum die Synchronisation zwischen OS X und iOS Geräten für ihre Anwendung OmniOutliner nach über einem Jahr immer noch nicht verfügbar ist.

Grundsätzlich sollte man meinen, daß die Technik mittlerweile einen schmerzfreien Stand erreicht hat. Für die Synchronisation von einzelnen Dateien trifft das auch durchaus zu, was z. B. Dropbox und iCloud deutlich beweisen. Konflikte können zwar immer durch zeitgleiches Bearbeiten entstehen, aber die eigentliche Synchronisation läuft zuverlässig.

Bei Verzeichnissen sieht die Sachlage etwas anders aus. Hier müssen mehrere Dateien auf demselben Stand gehalten werden und das dauert je nach Menge und insgesamter Größe. In diesem Zeitfenser können Fehler passieren. Für Anwendungen kann das durchaus ein Problem darstellen, und zwar dann, wenn sie mit einem Paket als Dateiformat arbeiten.

Solche Pakete sind nichts anderes als Verzeichnisse, in denen alle Einzelteile wie z. B. Text, Bilder oder Einstellungen eines Dokuments gespeichert sind. Im Finder werden solche Pakete als einzelne Dateien dargestellt. Öffnet man aber das zugehörige Kontextmenü, offenbart sich der Eintrag “Paketinhalt zeigen”. Auch im Terminal ist es klar als Verzeichnis zu erkennen.

Es gibt einige Anwendungen (z. B. OmniOutliner, Scrivener oder DEVONthink), die mit diesem Paketformat arbeiten. Dadurch sind sie für einen Sync über z. B. iCloud nur eingeschränkt geeignet. Als Lösung bietet sich eine Umstellung des Dateiformats an, nur ist das leichter gesagt als getan. Letztendlich ist es aber wahrscheinlich die richtige Wahl. Apple hat diesen Schritt übrigens für die iWork Anwendungen schon vollführt, und zwar zwischen den Versionen ’08 und ’09. Es ist stark anzunehmen, daß das fast 2 Jahre später eingeführte iCloud den Grund dafür darstellte1.

Fazit: Für den Benutzer ist es nicht immer offensichtlich, mit welchen Problemen Software-Hersteller zu kämpfen haben. Manche Ausstattungsmerkmale müssen von langer Hand geplant und umgesetzt werden. Auch wenn das manchmal eine gehörige Portion Geduld auf Seite des Anwenders bedeutet, bringt es nichts voreilige Schlüsse zu ziehen und den Hersteller in Ungnade fallen lassen. Vielmehr sollte man die harte Arbeit dahinter anerkennen. Es lohnt sich.


  1. Unter iWork ’09 kann man trotzdem noch in den Voreinstellungen das Dateiformat für neue Dokumente auf das Paketformat umstellen. 

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Hallo. Hier auf meinem persönlichen Blog dreht sich fast alles um Apple, WordPress und Produktivität. Im Netz bin ich auch unter dem Pseudonym madnil unterwegs. Wer es etwas weniger technisch mag, sollte bei dem Blog von Linda & mir vorbeischauen.

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  1. Pingback: DEVONthink Sync: Die erste Public Beta steht in den Startlöchern | Acky

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